Patune utilty - Feinabstimmung der PA

Zuletzt geändert von UT2UK am 2026/03/02 10:58

Das Dienstprogramm „patune“ ist ein interaktives Konsolenprogramm zum Kalibrieren und Konfigurieren der Parameter des Leistungsverstärkers (PA) im Ermak TT-Transceiver. Das Programm ermöglicht die Steuerung der Vorspannung des Verstärkers, die Kalibrierung des Stufenstroms, die Überwachung und die Konfiguration des Kühlsystems.

 Zweck des Dienstprogramms

Das Programm wurde für Ingenieure und Techniker entwickelt und dient folgenden Zwecken:

  • Automatische Kalibrierung der Vorspannung der Treiber- und Ausgangsstufe
  • Einstellung der Soll-Ruheströme für jede Stufe
  • Überwachung des aktuellen Status des Leistungsverstärkers
  • Verwaltung der thermischen Kompensation
  • Konfiguration von Alarmparametern (Temperatur- und Stromalarme)
  • Einrichten der Lüftersteuerungstabelle (Kühlung)
  • Speichern der Konfiguration in einem nichtflüchtigen Speicher (NVMEM)

# Betriebsmodi

Das Dienstprogramm ist als hierarchisches Menüsystem organisiert:

 Befehlszeilenparameter

Das Dienstprogramm akzeptiert keine Befehlszeilenparameter. Die gesamte Steuerung erfolgt über das interaktive Konsolenmenü.

# Starten des Programms

Beim Start führt das Programm folgende Schritte aus:

  1. Stellt eine Verbindung zum PA Manager her
  2. Fragt die aktuelle PA-Konfiguration ab
  3. Fordert die aktuelle Bias-Tabelle an
  4. Zeigt das Hauptmenü an
  5. Wartet auf Benutzereingaben

 Eingabeformat

# Benutzereingabe

Numerische Eingabe

Wenn ein numerischer Wert angefordert wird, erwartet das Programm:

  • Eine positive ganze Zahl innerhalb des angegebenen Bereichs
  • Oder das Zeichen „q“, um den Vorgang abzubrechen
  • Oder q und Enter zum Beenden

Beispiel für die Eingabe eines aktuellen Werts:

Validierung:

  • Der Wert muss innerhalb des Bereichs [min, max] liegen
  • Wenn ein Wert außerhalb des Bereichs eingegeben wird, zeigt das Programm eine Fehlermeldung an und wiederholt die Eingabeaufforderung
  • Maximal 1 Versuch pro Sekunde (1 Sekunde Verzögerung)

Vorzeichenbehaftete numerische Werte

Vorzeichenbehaftete Werte werden für die thermische Kompensation verwendet:

Gültige Wertebereiche:

  • Thermische Kompensation: -100 bis +100 DAC/°C
  • Temperatur: -40 bis 126 °C
  • Lüftergeschwindigkeit: 0 bis 100 %

Abbrechen eines Vorgangs

Drücken Sie q bei einer Eingabeaufforderung, um den aktuellen Vorgang ohne Speichern abzubrechen.

# Menü-Navigation

  • Ziffern 0–9 zum Auswählen eines Menüpunkts
  • Enter zum Bestätigen
  • q, um zum vorherigen Menü zurückzukehren

 Ausgabeformat

# PA-Status

Feld        Beschreibung           Einheit
 - 
Wärmetemperatur      Kühlkörpertemperatur       °C 
Innentemperatur      Innentemperatur       °C 
VSWR-Alarm     VSWR-Alarmflag         0/1 
Alarm bei übermäßigem Strom Überstromalarm-Flag      0/1 
Temperaturalarm  Temperaturalarm-Flag      0/1 
Bias-Freigabe     Bias-Freigabestatus        0/1 
Busspannung     Versorgungsspannung          mV 
AusgangsstufenstromAusgangsstrom       mA 
TreiberstufenstromTreiberstrom          mA 
Ausgangs-Bias     Ausgangs-Bias-Spannung (Kanal 0/1)mV 
Treibervorspannung     Treibervorspannung (Kanal 0/1)mV 
Lüfterdrehzahl      Lüfterdrehzahl            %   

# PA-Konfiguration

Feld       Beschreibung             Standardwert
~~ ~~ -
Obergrenze Temperatur  Maximale Temperatur (Alarm)     80 °C     
Untergrenze  Minimale Temperatur (Wiederherstellung)    75 °C     
Maximaler TreiberstromMaximaler Treiberstrom (Alarmschwelle)1200 mA    
Maximaler AusgangsstromMaximaler Ausgangsstrom (Alarmschwelle)2000 mA     

# Bias-Tabelle

Feld           Beschreibung                  Bereich       
~~ ~~~~ ~~~~- ~~
Bias-DAC-Ausgang [0/1]   DAC-Bias-Wert für Ausgangskanäle 0 und 1  0-4095       
Bias-DAC-Treiber [0/1]   DAC-Bias-Wert für Treiberkanäle 0 und 1  0-4096       
Ziel-Treiberstrom   Soll-Leerlaufstrom für Treiberstufe     1–1000 mA     
Soll-Ausgangsstrom   Ziel-Leerlaufstrom für Ausgangsstufe     1–2000 mA     
Treiber-TemperaturkompensationThermische Kompensation des Treibers          -100 bis +100 DAC/°C
Ausgangs-ThermokompensationAusgangs-Temperaturkompensation          -100 bis +100 DAC/°C
KalibrierungstemperaturTemperatur, bei der die Kalibrierung durchgeführt wurde°C          

# Lüftersteuerungstabelle

Die Tabelle enthält 8 Interpolationspunkte. Jede Zeile enthält:

  • Index: Sequenznummer (0-7)
  • Temperatur: Schwellentemperatur in °C
  • Lüftergeschwindigkeit: Lüftergeschwindigkeit in %

Die Drehzahl wird durch Interpolation zwischen den Punkten auf der Grundlage der aktuellen Temperatur berechnet.

# Kalibrierungsfortschritt

Während der automatischen Kalibrierung wird ein Fortschrittsbalken angezeigt:

Komponenten:

  • DAC: aktueller DAC-Wert und Maximum
  • Erster Fortschrittsbalken: DAC-Fortschritt (gelb)
  • Strom: aktuell gemessener Strom und Sollstrom
  • Zweiter Fortschrittsbalken: Fortschritt in Richtung Sollstrom (grün)

# Fehlermeldungen

Eine Fehlermeldung in Rot weist auf einen Kommunikationsfehler mit PA Manager oder einen unerwarteten Zustand hin.

# Erfolgsmeldungen

Erfolgreiche Vorgänge werden in Gelb angezeigt.

 Anwendungsbeispiele

# Beispiel 1: Überprüfen des Verstärkerstatus

# Beispiel 2: Einstellen des Ziel-Treiberstroms

# Beispiel 3: Automatische Treiberkalibrierung

# Beispiel 4: Bearbeiten eines Lüftertabelleneintrags

# Beispiel 5: Speichern der Konfiguration

 Fehlerdiagnose

# Kalibrierungsfehler

Meldung:

Ursachen:

  • Verstärker funktioniert nicht
  • Keine Stromversorgung zur Bühne
  • Stromsensor ist defekt
  • Die Vorspannungsschaltung ist falsch konfiguriert

Lösung:

  1. PA-Stromversorgung überprüfen
  2. Überprüfen Sie die Lastanschlüsse
  3. Sicherstellen, dass die Vorspannung eingestellt werden kann
  4. Überprüfen Sie den DAC-Koeffizientenwert

# Konfigurationsschreibfehler

Meldung:

Ursachen:

  • NVMEM ist voll
  • Hardware-Schreibfehler
  • Verlust der Verbindung mit PA Manager

Lösung:

  1. Wiederholen Sie den Schreibvorgang
  2. Versuchen Sie, die Konfiguration zurückzusetzen: „Alle Voreinstellungen auf Standardwerte zurücksetzen“
  3. Starten Sie das Gerät neu und versuchen Sie es erneut

 Praktische Anwendungsszenarien

# Szenario 1: Erstmalige Einrichtung eines neuen Verstärkers

# Szenario 2: Einrichtung der Lüftersteuerung

# Szenario 3: Wartung und Diagnose

 Einschränkungen und Hinweise zur Implementierung

# Parametergrenzen

Parameter         MinimumMaximum           Hinweis          
~~ ~~~~- ~~-~~- ~~
Treiberstrom      1 mA  1000 mA           Sollwert      
Ausgangsstrom      1 mA  2000 mA           Sollwert      
Maximaler Alarmstrom (Treiber)-   6000 mA           Schwellenwert    
Maximaler Alarmstrom (Ausgang)-   26000 mA           Schwellenwert    
Kühlkörpertemperatur   -40 °C 126 °C            Sensorbereich      
Maximale Alarmtemperatur -   80 °C             Begrenzt        
Bias-DAC         0   4095 (Ausgang) / 4096 (Treiber)12-Bit-Auflösung   
Thermische Kompensation   -100  +100             DAC/°C         
Lüftergeschwindigkeit         0   100             Entspricht DAC 0-63 

Utility-Version: 1.2